Geschichte

„Die Kirche von Störy wird das erste Mal in einer Urkunde vom 15. Juli 1296 erwähnt. Bischof Siegfried überträgt dem Kloster Lamspringe das Patronatsrecht über die neue Adrianskapelle in Störy. Da Bischof Siegfried am 3. September 1290 in „Storinge“ war, ist es möglich, dass damals die Einweihung der Kapelle stattgefunden hat. Weitere Erwähnungen der Kirche (Kapelle) finden sich in einer Urkunde vom 9. März 1311, in der die Grafen von Wohldenberg das Eigentum einer halben Hufe in Störy mit Hausstelle und Holznutzung der Störyer Kirche übergeben und vom

1. Mai 1352, in der bei der Stiftung eine Memorie (Gedächtnisstiftung) ohne Namensangabe der Rektor der Kapelle von Störy genannt wird.

 

Pastor Joachim Melchior Beuermann hat 1722 die Kirche von Störy neu erbauen lassen.

 

An dem Kanzelaltar der Kirche ist folgendes festgehalten:

„Anno 1722 ist diese Kirche gebaut und den 4. Advent von Pastor Melchior Beuermann eingeweihet und die H. Geist Kirche genennet worden und sind Joachim Henrich Peters aedituns und Hans… und Hans Mävers Altaristen gewesen…“

Im Kirchenbuch ist als letzter Eintrag des Jahres 1722 zu lesen: „Dieses Jahr ist die Kirche zu Störy gebaut und den 4. Advent von mir eingeweihet und die H. Geist Kirche benennet worden; und in eben dem Jahr ist der Altar in Bönnien auch ausgeführt worden.“

 

Die neue Kirche von Störy ist an der Stelle der alten errichtet worden, wobei der Turmbereich weitgehend so erhalten geblieben ist. Die alte Kirche war kleiner. Als von Mai 1976 bis März 1977 die große Renovierung der Kirche stattfand, hat sich dafür ein Hinweis gefunden. Zwischen den jetzigen Schranken, (sie trennen Kirchenschiff von Altarraum), und dem Altarpodest fand sich in etwa einem halben Meter Tiefe eine sehr gut erhaltene Kopfsteinpflasterung aus hiesigen Kalkbruchsteinen. Es scheint sich um den alten Altarraum zu handeln, die Apsis also in der Form

des halbrunden Abschlusses romanischer Kirchen. Die neue Kirche wäre dann um etwa 4 bis 5 Meter nach Osten hin verlängert worden. Bis zum heutigen Tag treten in diesem Altarbereich Setzrisse in dem Außenmauerwerk auf, weil der Kirchhügel durch Aufschüttung vergrößert worden ist.“